Hi ihr!
Da bin ich also wieder. Es folgen die Berichte der letzten Tage. Ich hoffe ihr kriegt das auf die Reihe mit der Reihenfolge, wenn nicht, auch egal
Nach einer zweiten Übernachtung im ökologischen Zentrum, Frühstück und vier Seminarvorträgen stiegen wir erneut in den Bus, der uns auch schon nach Nikosia gebracht hat, aber trotz Klimaanlage viel uncooler ist als der Gammelbus mit Busfahrer Andreas. Gefühlte 5 Stunden später kamen wir in Stavros an – ich glaube in Wirklichkeit waren es keine 2 Stunden Fahrt. Da ich aber diesmal einen der zwei Rückwärts-Fahr-Sitze erwischt habe, und die Straßen hier am Berg mehr aus Kurven denn als Strecken besteht, ist meiner Schätzung hierbei nicht unbedingt zu trauen … aber so übel mir auch war, die Gesichter der mir gegenüber sitzenden Leute wenn der Busfahrer wieder 2cm in der Kurve am Gegenverkehr vorbei geheizt ist war es fast wert
Aber versteht mich nicht falsch, egal was die meisten hier denken, ich finde den Verkehr insgesamt sehr zivilisiert und sicher. Ok, ausgenommen vielleicht der dicke Baum, der MITTEN auf der Straße direkt nach einer Kurve plötzlich stand, wo man besser außenrum fahren sollte
Lange Rede, kurzer Sinn: Inzwischen haben wir also die “Forsthütten” in Stavros, welches wider erwarten doch tiefer liegt als Pedoulas, bezogen – wie das Schicksal es wollte wohne ich nun mit Kris und Jule (mit der ich mir wieder ein Bett teile!
) in einer fast-3-Zimmer Wohnung – eigentlich ist das zwar für ca 4-5 Leute gedacht, aber hat sich eben anders ergeben. Wir haben wieder ein nicht-so-hübsches, aber privates Bad mit Dusche und Klo, was ich schon sehr angenehm und luxuriös finde. Auch wenn man sich leider entscheiden muss, ob man lieber einen mäßigen, kalten Wasserstrahl, oder ein lauwarmes Rinnsal zum Duschen haben möchte. Insgesamt sind wir aber echt positiv überrascht – den Schilderungen der Professoren zufolge hatte ich an eine karge hölzerne Hütte mit wenig Strom und abseits jeglicher Zivilisation gerechnet (so ähnlich wie in Japan da wo es Bären gab, falls ihr euch erinnert, Tahita und Focx). Aber das hier ist eigentlich ein sehr hübsches Haus mit mehreren Zimmern und inzwischen laufen sogar die Heizungen. Nachmittags war das noch nicht der Fall, so dass Kris und ich zu unkonventionellen Methoden greifen mussten um nicht völlig zu erfrieren (ich spare mir an dieser Stelle die Details).
Ich schweife schon wieder ab – nach dem Beziehen der Zimmer haben wir noch eine kleine Wanderung unternommen, was wir alles schönes gefunden haben, dürft ihr dem offiziellen Bericht, den ich euch später mal im Ganzen poste entnehmen. Hier hats echt unter jedem Stein nen Skorpion, da muss man echt aufpassen wo man hinfasst. (Merkt ihr was? Diese schreckliche, universelle Formulierung “hats” schleicht sich langsam aber sicher in unseren Wortschatz ein.)
Kris und ich waren heute mit protokollieren dran, was so viel heißt wie an den Lippen des Profs hängen und jede relevante Information mitschreiben – dabei bleibt leider nicht mehr sehr viel Zeit zum aktiv schauen, und auch nicht zum fotografieren.
Abendessen gabs wieder im Restaurant 5 Min von unserem Haus – geführt von “der Alten” wie unsere Professoren sie nennen. Irgendwie ist es in Zypern scheinbar auch so eine Unsitte, alles und jeden zu frittieren, und was sich nicht frittieren lässt, wird sonstwie in Fett getränkt (zB Salat), was mir immer irgendwie nicht so sehr liegt. Ich finde es sowieso irritierend, dass man nur weil man sich als Nicht-Vegetarier meldet, absolut jeden Tag ein Fleischgericht bekommt… das ist schon ein wenig Overkill, wie ich finde. (Sag nix, Sebbi) Was wiederum lustig war: Da das Bier hier ganze 3,45€ pro Flasche kostet, fährt der eine Prof morgen extra in den nächsten Supermarkt um die Biertrinker mit selbigem zu versorgen. Schon lustig/nett wie ich finde, auch wenn ich durchaus ohne Bier auskomme
Zum Abschluss des Abends sitzt die halbe Truppe jetzt wieder lachend und trinkend im 2. (abtrennbaren) Zimmer unserer kleinen “Wohnung”, ich nutze den Abend lieber für mich, auch wenn ich mich damit wiedermal abgrenze, aber ich bin langsam wieder an einem Punkt wo ich einfach etwas Ruhe möchte, und nicht lachen und lustig und sozial sein.
PS. Bilder folgen irgendwann













